Stell dir vor, du ziehst um. Du freust dich wahnsinnig darauf, denn du ziehst in eine schöne Wohnung mit einer guten Freundin, mit der du schon vorher zusammengelebt hast und die dir wirklich wichtig ist. Der Umzug ist stressig, aber egal. Denn die Wohnung ist schön und du freust dich auf das Zusammenleben, da ihr beide ja ähnliche Schnittmengben habt, eine ähnliche politische Einstellung und erst recht gleiche Moralvorstellungen.
Aber schon nach zwei Tagen in der neuen Wohnung stellst du fest, dass diese Freundin, die dir so wichtig ist, dir Vorschriften machen möchte. Dass sie mit Besitzansprüchen argumentiert, um dir zu erklären, warum sie deine Sexualität scheiße findet. Also, sie findet sie nicht scheiße, aber doch bitte nicht in der WG.
Vermutlich reagierst du an dem Punkt genauso fassungslos wie ich. Ja, ich bin pansexuell und ja, ich lebe polygam. Aber nur, weil deine gute Freundin in einer monogamen Partnerschaft lebt hat sie kein Recht, dir vorzuschreiben, wie du leben sollst. Sie wendet andere Maßstäbe an ihre eigene Partnerin an als an deine Partner. Mit welchem Grund? Weil sie in einer monogamen Beziehung ist. Dass sie damit eine Diskriminierung durchführt, scheint ihr entweder nicht aufzufallen oder egal zu sein. Dass sie ihre Partnerschaft höher wertet als deine Einstellung zu Beziehungen liegt primär daran, dass polygame Bindungen und Polyamorie gesellschaftlich quasi nicht akzeptiert sind. Der Gag daran: Diese Freundin setzt sich politisch für sexuelle Rechte und Gleichstellung ein.
Sonntag, 31. Mai 2015
Sonntag, 24. Mai 2015
Spirale
Viel Arbeit, dieses Bild, aber ich mag es sehr gerne. Ein ziemlich neues, erst ein paar Tage alt. Ich überlege, es mir drucken zu lassen und aufzuhängen. Eines der wenigen Male, dass ich ein Bild von mir wirklich wertschätzen kann.
Dienstag, 12. Mai 2015
Berühr mich nicht
Nähe ist gefährlich.
Sie macht verletzlich.
Sie reißt jede Maske ein. Beendet das Versteckspiel.
Zu gefährlich für mich.
Ich brauche meine Masken.
Ehrlichkeit, nackt, manchmal schonungslos
Aber kontrolliert.
Freitag, 8. Mai 2015
Immer wenn ich was neues ausprobier lauf ich wie barfuß über Glas
| passenderweise gemalt auf einem Kongress zum Thema Zeitpolitik. |
| Künstlerische Dummheit. Sollte Revolution heißen, nun ein "e" zu viel, macht "Reevolution". Kann man auch was reininterpretieren. |
Doch ich fühl mich federleicht
Weil es sich fast immer lohnt
Und so erscheint das nichts so bleibt, wie es ist
Fast schon, wie gewohnt
Wenn mich das Neue dann berührt
Tanz ich zuerst für mich allein
Dann mach ich all die andren' wach
Doch immer wenn was neu beginnt
Sagt auch etwas in mir das war's
Weil es sich fast immer lohnt
Und so erscheint das nichts so bleibt, wie es ist
Fast schon, wie gewohnt
Wenn mich das Neue dann berührt
Tanz ich zuerst für mich allein
Dann mach ich all die andren' wach
Doch immer wenn was neu beginnt
Sagt auch etwas in mir das war's
[Clueso-Barfuss]
Montag, 4. Mai 2015
Meiner Fantasie keinerlei mögliche Grenzen gesetzt
Dank meiner Psyche habe ich Phasen, in denen ich künstlerisch unglaublich produktiv bin. In letzter Zeit zeichne ich ziemlich viel. Ein Freund, der meinen Blog kennt, war verwundert, warum ich meine Fotografien teile, aber nicht meine Bilder. Irgendwie hat er Recht. Deshalb werde ich auch meine Zeichnungen hin und wieder mal hochstellen.
| Das dürfte etwa 2 Jahre alt sein. |
| Experiment: Graffiti mit meinem Zeichenstil verbinden. Wie man an den Farben erkennen kann hing ich da in einer fetten Depression. |
| auch etwa Mitte 2013. |
Montag, 9. März 2015
Leben. Lieben.Lachen.
Das real life will ausgekostet werden. Zu Lasten meiner Freizeitbloggerei, wie ich feststelle. Verschiedene Politblogs, jede Menge Demonstrationen gegen PEGIDIOT*innen, nebenbei noch eine Hausarbeit für die Uni... die Zeit schrumpoft beharrlich.
Die Fotos auf dem PC werden immer mehr, die Zeit, sie zu bearbeiten, bleibt- gelinde gesagt- übersichtlich.
Vielleicht ändert es sich demnächst, schön wäre es. Aber der Frühling ruft, die Sonne ist endlich da, Bücher wollen gelesen, Dinge wollen erlebt werden, ich gebe so oft meine Meinung zu allem möglichen persönlich ab, dass mir manchmal der Wille fehlt, das auch nochmal schriftlich zu tun.
Also wird dieser Blog erstmal weiterhin unregelmäßig gefüttert, das Leben ist m0omentan zu intensiv und schön für mehr Zeit in der virtuellen Welt :3
Sonntag, 8. Februar 2015
Vom Fallen und Wiederaufstehen
Ernüchternd, die Erkenntnis, dass Beziehungen selten im Guten enden. Schade, wenn man erkennt, dass man damit auch eine unglaublich wichtige Person verliert. Damit kann man richtig hart auf die Fresse fallen. Aber das Wichtige ist, nach dem harten Fall auch wieder aufzustehen und mit einer Menge Power wieder weiterzumachen. Daraus bestimmte Schlüsse zu ziehen, Dinge, die man in Zukunft anders machen wird, sich nicht um des Konstrukts einer Beziehung willen zurückzusehenen und zu idealisieren und nach vorne zu blicken. Wenn man auch auf anderen Ebenen gut miteinander klarkommt, wird man wieder freundschaftlich zueinander finden, ansonsten war das ganze möglicherweise einfach nur ein Luftschloss, das irgendwann zusammenbrechen musste.
Ja, es ist verdammt schmerzhaft, loszulassen, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, den Komfort einer Beziehung zu verlieren- aber lehrreich, notwendig und besser, als aus Angst und Unsicherheit vor der Zukunft in etwas festzuhängen, was eigentlich nicht glücklich macht, was schadet und aus gegenseitigen Verletzungen besteht.
In diesem Sinne aus der Asche wieder zurück ins Leben! :)
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