Schau doch mal..

Sonntag, 17. November 2013

Sommererinnerungen.







Zwei Falter fliehn
Ins Sternenlicht,
Den Rest der Welt
Gibt es nicht.
Die Sterne sind
Doch immer da,
Der Tag macht sie
Nur unsichtbar.
[MaxProsa]

Mittwoch, 6. November 2013

Freizeit? Was für Freizeit?

Naja gut, so schlimm ist es nicht, ich habe ja nur an vier Tagen die Woche Uni. Allerdings durfte ich mich schon nach einer Woche von der Vorstelling verabschieden, die freien Stunden zwischen Übungen oder Vorlesungen entspannt mit Kommilitonen in Cafés verbringen zu können. Viel eher brauche ich die Zeit für die viele, oft englischsprachige Lektüre. 
Zugegebenermaßen im Mensacafé mit-juhu!-veganem chai latte. Aber eben auch keinen entspannten Gesprächen, sondern Arbeit.  Wesentlich mehr als in der Oberstufe und vor allem viel mehr Vor-und Nachbereitungsarbeit. Aber trotzdem bin ich froh, diese Studiengänge an dieser Uni in dieser Stadt gewählt zu haben.
Mich voll und ganz in einen neuen Lebensabschnitt stürzen zu können, mit vielen Erkenntnissen, spannendem Themen,  langen Nächten, vielen schönen Begegnungen und spannenden neuen Erfahrungen.
Sobald ich Zeit habe, berichte ich mal wieder ausführlicher.
Euch allen eine schöne Zeit :-)

Dienstag, 29. Oktober 2013

Papierberge und Katzenjammer

Entschuldigt die Funkstille der letzten Tage, ich hatte sehr viel um die Ohren.
Da jeder Dozent sein Fach für das einzig Wichtige hält müssen wir im Schnitt pro Übung/Vorlesung 20 bis 50 Seiten überwiegend Englischer Literatur durchkauen, so etwa 300 bis 400 Seiten die Woche. Jedem, der die Ansicht vertritt dass Geisteswissenschaften leicht nebenher zu absolvieren seien, haue ich die Papierstapel um die Ohren um ihn/ sie vom Gegenteil zu überzeugen.


Nebenbei bis heute Morgen Wöchentlich 16 Stunden in einem mies bezahlten und extrem aufwändigen Job ( heute habe ich-endlich- gekündigt, woraufhin mein Chef im Umkehrschluss davon ausging, er habe in Wirklichkeit mir gekündigt weil ich meine Arbeit so mies erledigt hätte) und zu allem Überfluss wird auch noch das Katerchen krank.
Sicher, 14 Jahre sind schon ein gutes Alter, aber da geht noch mehr. Nur mögen seine Nieren nicht mehr so ganz, weswegen er jetzt ultrateures Spezialfutter bekommt. Das führt natürlich dazu, dass ich gerade wie eine Bekloppte Bewerbungen schreibe, um einen neuen Job zu finden.
Wie eine Kommilitonin so nett zu sagen pflegte: Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen.
Gut, auch das geht vorbei. Aber manchmal passieren echt Dinge dann wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.
Also einen dicken Kokosmilchreis mit viel Marmelade kochen, reinschaufeln und sich vom Zucker und Fett kurzzeitig glücklich machen lassen...


Freitag, 4. Oktober 2013

Hallo Herbst.

Endlich ist er da. Ich habe ihn schon erwartet.
Jede Jahreszeit hat etwas ganz besonderes an sich, aber der Herbst ist die Zeit, die ich liebe.
Spaziergänge im Wind, Herbstlaub unter den Füßen und die kühler werdenden Sonnenstrahlen im Gesicht. In kuscheligen Cafés die Zeit verbringen, Tee trinken.
Sich innerlich auf Regenstürme einstellen und darauf freuen, sie von drinnen zu beobachten oder übers Feld zu laufen und danach eingemummelt Eintöpfe zu essen.
Weniger laute Musik, mehr melancholische Töne. Max Prosa, Jupiter Jones, Maxim, Enya und so viele andere Künstler, die im Sommer zu kurz kommen.
Jedes Jahr wieder freue ich mich darauf, wenn wieder Kerzen am Fenster stehen und das Kuschelkater das Gefühl von Zuhause noch verstärkt, wenn der Liebste wieder seine Suppe kocht und man sich danach zusammen in die Decken kuschelt.
Hallo Herbst, schön dass du da bist.


Freitag, 30. August 2013

DIY: Schmuckkästchen aus altem Buch

Was macht man so aus alten Büchern? Richtig alten die auch niemand mehr haben will, Wörterbüchern oder so. In der Regel schmeißt man sie weg.
Wollte ich auch erst, aber dann kam mir gestern Nacht eine Idee, die ich unbedingt und sofort  in die Tat umsetzen musste.Und weil es so schön ist, ich mich sowieso mal an einem Tutorial versuchen wollte und die Kamera dabei hatte, hier die Anleitung zum Nachbasteln.

Was wir brauchen:

Ein altes Hardcoverbuch, das niemand mehr braucht 
( z.B.  Der Neue Herder von 1952)
Cuttermesser
Hammer
Schraubenzieher
Schrauben und Nägel
Lineal
Jede Menge Geduld

1.

 Je nach Dicke des Buches werden die ersten paar Seiten ( bei mir waren es 20) umgeschlagen. Dann beginnt man ab z.B. Seite 21, die Blätter bis auf einen schmalen Rand auszuschneiden. Ich habe ca 1,5 cm Rand gelassen. Das ganze machen wir bis zur Hälfte des Buches.


2. 

Dann werden die Seitenränder übereinander mit Nägeln in den Umschlag geschlagen. Wenn es nicht hält, kann man auch mit Kleber nachhelfen (ich war ehrlich gesagt bei 800 Seiten zu faul dazu).
Wenn alles hält, kommen die Schrauben zu Einsatz: Sie dienen nachher als Halter für den Schmuck. In gewünschten Abständen ins Buch schrauben. Wichtig: Sie dürfen nicht höher sein als die schon ausgeschnittene Hälfte des Buches,damit man es nachher noch zuklappen kann.       


3.     
 
 Mit der anderen Seite genauso verfahren.

4.
 So könnte es jetzt aussehen. Wer mag kann die Papierfitzelchen noch abmachen, aber ich mag es so unordentlich :)

5.


Voilá- so muss man nicht immer im Schmuckkästchen den zweiten Ohrring suchen, sondern hat alles schön geordnet. Und zugeklappt kann man es auch als Safe benutzen.
Eine weitere Möglichkeit ist, eine Buchseite mit Schrauben an der Wand zu befestigen. Klappe zu und fertig ist der Mega-Retro-Wandschmuck :)


Dienstag, 13. August 2013

Zeitsprünge

Aus dem Urlaub zurück und so viel ist schon wieder passiert.
Viele Fotos sind entstanden, dank der wunderbaren Kamera des Liebsten kamen viele Motive zusammen.
Das hier sind bisher ein paar meiner Lieblingsbilder:











Eine schöne Zeit war es, aber auch stressig. Denn im Urlaub kamen die Zusagen für die Unis, musste die Entscheidung getroffen werden, was und wo ich studiere. Nicht einfach bei so vielen Möglichkeiten und gleichzeitig nur einer (negativen) Rückmeldung im Wunschfach Psychologie. Aber es ist Bonn geworden und ich freue mich. Politikwissenschafft mit Psychologie als Beifach wird es sein und die Wohnung ist auch schon gefunden. Ein süßer Altbau am Rheinufer, der schon ganz bald von mir, der Kreativfreundin und meinem Katerchen bezogen werden wird.
Ich bin so gespannt und voller Erwartung, aber auch ein bisschen wehmütig.
Es hat den Liebsten härter getroffen als ich dachte. Bisher schwebte es nur im Raum, jetzt ist es sicher, dass ich schon in einem Monat anderthalb Autostunden weit weg wohne. Sicher, es gibt Wochenenden und Feiertage und Semesterferien. Aber trotzdem ist es eine Umstellung, sich nicht immer direkt sehen zu können. Und gleichzeitig weiß ich, dass es wichtig ist, diesen Weg zu gehen und freue mich. Denn es wird eine aufregende und wichtige Zeit werden und die Zeit, die wir beiden dann zusammen haben wird zwar einige Monate lang kürzer sein, dafür aber umso schöner.
Und jetzt verschwindet mein Leben langsam in Kisten, muss ich mich von so Vielem trennen, das ich nicht mitnehmen kann.
Ich bin gespannt.

Dienstag, 23. Juli 2013

Veganer = Fanatiker/Ideologe/Perfektionist vs. Vegan = ökologisch/gesund/alternativ

Ich stelle in den letzten Monaten erfreut fest, dass Veganismus immer populärer wird. Das merke ich daran, dass ich meinen Kaffee mit Sojamilch und im Supermarkt nicht mehr nur eine Sorte Fleischersatz bekomme. Das merke ich daran, dass es "in" ist, weil es etwas besonderes ist und weil man damit ja etwas gutes tut und weil es einfach wahnsinnig alternativ ist.
Was ja prinzipiell gar nicht schlimm ist, sondern schön, weil mehr Menschen anfangen nachzudenken, Alternativen auszuprobieren und feststellen, dass man auch vegan verdammt gut schlemmen kann.
Aber es ist eben nicht nur das. Hinter der Idee stecken konkrete gesellschaftliche und politische Forderungen, Forderungen nach einem gleichberechtigten und sozialen Umgang mit Tieren, nach einer Anerkennung ihrer Rechte, nach dem Ende ihres Leidens und ihrer Qual und ihres Missbrauchs.
Und nur indem ich eine Tofuwurst esse, helfe ich auch keinem Schwein (im wahrsten Sinne des Wortes). Denn das Quälen und Töten geht weiter.
Ich halte mich keinesfalls für besser oder schlechter als andere und möchte niemanden missionieren, abwerten oder beleidigen.

Ganz im Gegenteil, ich sehe in diesem veganen Trend eine Chance, auch die eigentlichen Ideen einer breiteren Masse zugänglich zu machen. Und dann tut es mir durchaus weh, wenn auf Tierrechtsdemos niemand zögert, sich einen Sojacappuccino für 5 Euro zu kaufen, aber am Spendenstand für einen Lebenshof auch noch den Aufkleber gratis haben möchte. Idealistin? Weltverbesserin? Pedantisch? Mag sein. Aber auch der Vegandöner wird von einer großen Firma hergestellt, die die Chance auf ein neues Geschäft wittert. Und nebenbei vertreibt sie Milchprodukte oder Fertigeierpfannkuchen.

Auch hier geht es ums Geld, wie überall. Und wir sollten uns vielleicht öfter einmal fragen, was uns wieviel Wert ist. Kann es nicht auch eine Alternative sein, statt dem Veggiefertiggericht für 5 Euro pro Person zusammen zu kochen, dabei zehn Euro zu sparen und davon fünf einem Gnadenhof zu spenden? Oder auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Arbeit auch die Arbeit der Tierauffangstationen in dieÜberlegungen miteinzubeziehen? Oder seine eigenen Haustiere nicht im Käfig zu halten, auf den Zirkusbesuch zu verzichten und einer Diskussion nicht immer auszuweichen?
Ich hasse es, jemandem meine Ernährungsform auf die Nase zu binden. Zu schnell wird man in die Kategorie "militanter Ökofreak" gestopft und der Gegenüber hat das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen. Aber wenn mich jemand fragt, habe ich dann nicth auch das Recht, die Fakten zu nennen? Auch wenn sie brutal und grausam und unbequem sind und die Firmen alles tun, um uns so weit wie möglich von der Produktion fernzuhalten, damit wir nicht anfangen zu denken

Darf ich nicht auch einmal anmerken, dass wir bequem geworden sind und ungern über Dinge nachdenken, von denen wir selbst keinen Nutzen haben? Und dabei nehme ich das Recht für mich in Anspruch, weiterhin als bloßer Gesprächspartner zu gelten und nicht als ideologische Fanatikerin.
Indem diese Ernährungsform populärer wird, habenwir die Chance, auf die großen Konzerne einzuwirken. Zu signalisieren, dass wir diesen unethischen Umgang mit Tieren nicht unterstützen. Zu boykottieren, wenn nötig.

Tiere sind lebende Wesen mit Gefühlen und Familienstrukturen und Gedächtnis, keine Gegenstände. Und dabei fühlt ein Rind genauso Schmerzen wie ein Meerschweinchen, auch wenn wir das eine davon knuddeln und das andere essen.
Noch einmal, ich möchte niemanden überzeugen. Ich freue mich über lebhafte Diskussionen und interessante Gedanken.
Aber vor allem möchte ich einen Denkanstoß geben, einmal aus einer anderen Perspektive auf unsere Ernährung und Lebensweise zu schauen.